Sebastianstag der Altenbekener Schützen am 24. Januar
Die Abendmesse um 17.00 Uhr wurde erneut in der Eggelandhalle von Pastor Martin Hufelschulte zelebriert und von den Altenbekener Garde Grenadieren musikalisch untermalt.
Bei nasskaltem Wetter und Glättewarnungen im Kreisgebiet fanden sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erfreulicherweise über 200 stimmberechtigte Mitglieder zum Sebastianstag in der Eggelandhalle ein, standen doch wichtige Satzungsänderungen wie eine Vollmitgliedschaft von Frauen und die Änderung der erforderlichen Mitgliederzahl für eine Satzungsänderung auf der Tagesordnung.
Die Garde-Grenadiere sorgten mit einigen Musikstücken für den musikalischen Einstieg in die Jahreshauptversammlung.
Um 18:35 Uhr eröffnete Oberst Gregor Rudolphi die diesjährige Generalversammlung der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Altenbeken, stellte die fristgerechte Einladung und die Beschlussfähigkeit fest. Einwendungen und Ergänzungen zur Tagesordnung wurden auf seine Nachfrage nicht vorgebracht.
Nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste – unter ihnen König Heinrich Winsel und einige seiner Hofherren, der stellvertretende Bürgermeister und Kreistagsmitglied Hermann Striewe aus Schwaney, der Vorsitzende der Sportschützen Thomas Gockel, der 1. Vorsitzende der Garde Grenadiere Michael Tegethoff, der Vorsitzende der Königin Kürassiere Thomas Hoffmann, der Jungschützenmeister Daniel Schlichting, die Schwaneyer Königin Yvonne Goeke - Tochter unseres Königs Heinrich Winsel - sowie stellvertretend für alle Ehrentitelträger die Ehrenobristen Hubert Stupeler, Ulrich Schnelle und Markus Thiele - sprach Oberst Gregor Rudolphi den Vorständen, den Schützen und den Musikvereinen seinen Dank für die Unterstützung im vergangenen Jahr aus. Danke sagte er ebenfalls den Garde Grenadieren für die musikalische Gestaltung der Abendmesse sowie den Jungschützen schon im Voraus für die Bedienung am heutigen Abend.
Im Rahmen der Totenehrung gedachte Oberst Gregor Rudolphi der siebzehn seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Schützenbrüder. Die Garde Grenadiere spielten anschließend das Lied „Ich hatt´ einen Kameraden“.
Der 2. Brudermeister Ronny Glowatzki verlas die Namen der aufzunehmenden Schützen/innen. Mit 30 Neuaufnahmen in die Kompanien wurde das Vorjahrergebnis (26) nochmals verbessert. In die Jungschützenabteilung traten drei Jugendliche ein (= + 33 Neumit¬glieder). Den Neumitgliedern legte der 2. Brudermeister Ronny Glowatzki eine regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen und ein harmonisches Miteinander in der großen Schützengemeinschaft ans Herz. Der obligatorische Handschlag durch den 2. Brudermeister Ronny Glowatzki und Oberst Gregor Rudolphi besiegelte die Mitgliedschaft.
Der stellvertretende Bürgermeister Hermann Striewe überbrachte die Wünsche des Bürgermeisters Matthias Möllers und der Gemeinde. Er hob in seiner Ansprache insbesondere das Ehrenamt hervor, welches sehr wichtig für die Gemeinschaft sei. Dies könne man insbesondere an der Sanierung der Eggelandhalle sehr gut erkennen. Viele hätten mit angepackt und Besonders geleistet. Auch die Feierlichkeiten anlässlich des letztjährigen Jubelfestes waren ein Höhepunkt des vergangenen Jahres zu dem viele Helfer/innen beigetragen hätten. Abschließend wünschte er der Versammlung einen guten Verlauf.
Hauptmann Jens Pothman nahm stellvertretend für die Bollerborn Kompanie den Bataillonswanderpokal aus den Händen des Bataillonsschießmeisters Andreas Breimhorst entgegen. Mit den Grünröcken aus dem Driburger Grund hatte sich erstmals nach 2017 wieder der Seriensieger früherer Jahre beim Wettstreit um den Bataillonswanderpokal durchgesetzt. 177 Ringen reichten für den Sieg. Den 2. Platz belegte die Markkompanie mit 171 Ringen. Mit 133 Ringen belegte die Westkompanie Platz drei. Die Schweizer Kompanie belegte mit 92 Ringe Platz vier.
Am Freitag, den 16. Januar wurden beim Bruderschaftsmeisterschaftsschießen drei Pokale auf dem Luftgewehrstand in der Eggelandhalle ausgeschossen. Zehn Schuss mussten mit dem Luftgewehr auf dem elektronischen Schießstand abgegeben werden. Mit sehr guten 91 von 100 möglichen Ringen setzte sich Niklas Mertens in einem spannenden Wettstreit gegen die ebenfalls sehr gute Konkurrenz durch. Mit 89 Ringen bewies Michael Tegethoff ebenfalls seine Treffsicherheit und sicherte sich den 2. Platz. Platz 3 ging in diesem Jahr mit 88 Ringen an Friedhelm Stupeler.
Bereits zum neunten Mal ermittelten auch die Altenbekener Alt- und Jungschützenmajestäten ihren König der Könige. Auf dem 50-Meter-Kleinkaliberstand setzte sich Niklas Mertens mit 11 Ringen bei den Jungschützenkönigen durch, die er mit dem Schießen auf die Glücksscheibe erzielen konnte. Bei den Altschützen bewies Ehrenoberst Markus Thiele seine Treffsicherheit und sicherte sich an diesem Abend mit 18 Ringen gegen 12 weitere Könige den ersten Platz. Eine Ehrung des neuen Schüler- und Jugendprinzen konnte in diesem Jahr leider nicht durchgeführt werden, da beim Schießtermin am 12. Januar keine Teilnehmer erschienen waren. Somit stellt Altenbeken in diesem Jahr auch keine Anwärter auf den Titel des Bezirksjungschützenkönigs.
Bataillonsschriftführer Nils Kleine-Horst verlas seinem 1. Jahresbericht. In seinem kurzweiligen Rückblick rief er auch mit Hilfe zahlreicher Fotos das vergangene Jahr nochmals in die Erinnerung der Mitglieder. Oberst Gregor Rudolphi dankte dem Bataillonsschriftführer für seinen kurzweiligen Vortrag, der auch die Zustimmung und den Beifall der Versammlung fand.
Bataillonskassierer Niko Wettstein trug seinen ersten Kassenbericht für das Jahr 2025 vor. Zuvor bedankte er sich beim Vorstand und den Schützen für die gute Aufnahme im Verein.
Kassenprüfer Thomas Fieseler aus der Bollerborn Kompanie berichtete über die am 22.01.2026 durchgeführte Kassenprüfung. Er bescheinigte dem Kassierer eine übersichtliche und korrekte Kassenführung und erklärte, dass keinerlei Beanstandungen festgestellt worden seien. Auf Antrag des Kassenprüfers Thomas Fieseler wurde dem Vorstand von der Versammlung einstimmig die Entlastung erteilt.
Bereits zum 13. Mal wurden die Ehrungen der 25- und 40-jährigen Jubilare auf Sebastian durchgeführt.
Vor 25 Jahren traten folgende Schützen in die Bruderschaft ein: Sebastian Dreyer (Foto l.) (Bollerborn Kompanie), Christian Kubenz, Bernhard Hollmann (Markkompanie) Markus Schubert, Michael Vogt (Schweizer Kompanie) sowie Jürgen Delker und Ludwig Koch (Westkompanie).
Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft können folgende Schützen der Bruderschaft zurückblicken: Christoph Brockmann, Dieter Höltje, Detlef Müther, Christoph Nülle, Hubert Stupeler, Oliver Swienty (Bollerborn Kompanie), Dieter Bade, Andreas Brockmeyer, Hermann Harteisen, Detlef Lange, Andreas Minge, Horst Schäfers, Michael Welling, Ralf Willeke (Markkompanie), Dr. Christian Beckmann jun., Jürgen Dunsche, Ralf Jäger, Heiner Knüdeler, Thorsten Müller (Schweizer Kompanie) sowie Christian Berg, Bernd Janitschke und Klaus Niggemeier (Westkompanie). Der 2. Brudermeister Ronny Glowatzki konnte einen 25jährigen Jubilar und zehn 40jährige anwesende Jubilare auszeichnen.
Mehrere Musikstücke der Königin Kürassiere sorgten vor dem anstehenden Tagesordnungspunkt „Anträge“ für eine abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung.
Bei Tagesordnungspunkt 14. wurden die eingereichten Anträge beraten: a) Satzungsänderungen (erforderliche Mitgliederzahl für Satzungsänderungen und redaktionelle Änderungen). Oberst Gregor Rudolphi ließ die Versammlung einzeln über die jeweiligen Satzungsänderungen abstimmen. Sowohl die redaktionellen Änderungen als auch die Regelung zur Reduzierung der erforderlichen anwesende Mitgliederzahl für Satzungsänderungen wird einstimmig beschlossen. Lediglich der Vorschlag auf die Einrichtung einer Fünfjahresfrist für die erneute Einbringung von abgelehnten Anträgen wird durch die Versammlung mehrheitlich nicht befürwortet.
b) Satzungsänderung (Vollmitgliedschaft für Frauen)
Für diesen Tagesordnungspunkt wurde die geheime Abstimmung bereits im Vorfeld der Diskussion gestellt. Nach einer kurzen Diskussion wurden die Stimmzettel für die geheime Wahl verteilt und durch Schützen aus jeder Kompanie wieder eingesammelt. Nach einer kurzen Pause, die von zahlreichen Mitgliedern für ein Gespräch genutzt wurde, verlas Oberst Gregor Rudolphi das mit Spannung erwartete Ergebnis. 201 Stimmzettel wurden abgegeben. Davon stimmten 156 mir Ja. 43 votierten gegen eine Vollmitgliedschaft von Frauen. Bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme wurde damit die erforderliche 2/3 Mehrheit zur Satzungsänderung erreicht. Somit sind ab diesem Jahr Frauen ebenfalls schießberechtigt beim Vogelschießen und können sich auf den nächsten Kompanie- bzw. Bataillonsjahreshauptversammlungen in den Vorstand wählen lassen. Damit wird die Überarbeitung der Geschäftsordnung erforderlich, in der genauere Regelungen z.B. zur Uniform bzw. zu den Majestäten der Bruderschaft geregelt sind. Interessierte Frauen bat Oberst Gregor Rudolphi um Mitwirkung bei der Entscheidungsfindung.
Oberst Gregor Rudolphi rief den Tagesordnungspunkt Wahlen auf. Aufgrund der zuvor beschlossenen Satzungsänderung mit der befristeten Herausnahme des 2. Brudermeisters aus dem geschäftsführenden Bataillonsvorstand konnte sich Ronny Glowatzki, der diesen Posten bereits seit dem letzten Jahr kommissarisch ausübt, zur Wahl stellen. Weitere Kandidaten wurden nicht genannt, so dass seine einstimmige Wahl nur noch Formsache war. Der für die nächsten zwei Jahre gewählte 2. Brudermeister bedankte sich beim Vorstand und den Mitgliedern für den Zuspruch und die Unterstützung im vergangenen Jahr.
Einstimmig erfolgten anschließend die Wiederwahl des Bataillonsschriftführers Nils Kleine-Horst, des Adjutanten Detlef Meyer, des Fahnenoffiziers Michael Welle und des Zeremonienmeister Jörg-Dieter Harlach. Durch den plötzlichen und viel zu frühen Tod unseres Oberfähnrichs Bernhard Fritz im Februar 2025 musste für diesen Posten ein Nachfolger gefunden werden. Aus der Versammlung wurde Fahnenoffizier Lukas Ilskens vorgeschlagen. Unter dem Beifall der Anwesenden erklärte dieser seine Bereitschaft zur Kandidatur und wurde einstimmig für zwei Jahre gewählt. Mit Jörg Tegethoff erklärte der langjährige Platzmajor, dass er nicht für eine weitere Amtszeit zur Wahl stehe. Somit musste auch hier ein Nachfolger gefunden werden. Nils Volkhausen hatte bereits im Vorfeld seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Auch seine Wahl erfolgte einstimmig.
Für seine langjährigen Verdienste wurde dem ausgeschiedenen Platzmajor Jörg Tegethoff eine Dankesurkunde übereicht.
Anschließend bat Oberst Gregor Rudolphi zur Überraschung vieler die beiden Ehrenadjutanten Franz Joseph Schrader und Friedhelm Stupeler zu sich nach vorne. Beide haben auch nach ihrer aktiven Zeit die Bruderschaft weiter unterstützt. Franz Joseph Schrader (m.) ist immer ansprechbar, wenn z.B. jemand gesucht wird, der bei einer Beerdigung die Urne oder den Sarg eines verstorbenen Mitgliedes trägt. Friedhelm Stupeler (l.) fährt schon seit vielen Jahren nicht nur den Schützenverein, sondern auch die Garde Grenadiere zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Dafür wollte man ihnen Danke sagen und so ernannte Oberst Gregor Rudolphi die beiden Ehrentitelträger auf Beschluss des Vorstandes zu Ehrenoberadjutanten. Die Anwesenden bedankten sich bei ihnen mit langanhaltendem Applaus.
Anschließend bat der Chef der Altenbekener Schützen seine beiden aktuellen Adjutanten nach vorne. Detlef Meyer und Ralf Möller begleiten den Altenbekener Oberst bereits schon seit 2011 bzw. 2016. Für diese langjährigen Verdienste ernannte sie ihr „Chef“ zu Oberadjutanten.
Beim Tagesordnungspunkt „König sein – Rechte/Pflichten/Aufwand“ informierte Zeremonienmeister Jörg-Dieter Harlach über die Rechte und den zeitlichen Aufwand eines Königspaares. Die Pflichten halten sich in Grenzen. Viele Veranstaltungen können besucht werden, müssen aber nicht. Lediglich Termine wie dem Königinball in Altenbeken, Fabian in Schwaney bzw. das Patronatsfest in Buke sind „Pflichtveranstaltungen“. Mit den Kompanieveranstaltungen kann man viele teils neue Feiern kennenlernen, die man so vielleicht noch nicht besucht hatte. Eine Teilnahme sei jedoch keine Pflicht.
Andreas Lahme stellte die Zahlen der Bewirtschaftung der Eggelandhalle vor. Gegenüber den Planungen habe man ein leicht besseres Ergebnis erzielen können. Dieses sei jedoch aktuell aufgrund der sanierungsbedingten höheren Abschreibungen noch negativ. Da die Vermietungszahlen aktuell steigen, sehe man positiv in die Zukunft. Oberst Gregor Rudolphi nutzte die Gelegenheit, sich bei Andreas Lahme und beim Kassierer Andreas Brockmeyer für ihre ehrenamtliche Unterstützung im Hallenbauverein zu danken. Diese Unterstützung sei immens wichtig.
In seinem Schlusswort dankte Oberst Gregor Rudolphi nochmals Allen für die rege Beteiligung und die sachliche Diskussion. Mit dem Hochleben der Altenbekener Bruderschaft beendete er anschließend um 22.20 Uhr den offiziellen Teil der Generalversammlung 2026.
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